Far North und magische Bäume

Anfang April waren wir dann schon bald am Ende unserer Reise durch Neuseeland und auf dem Weg in den äußersten Norden. Nördlich von Kaitaia, wo wir zwei Nächte verbracht haben, wird die Besiedelung und Infrastruktur immer spärlicher. Erst sind es noch kleine Orte, die man entlang des Highway 1 passiert, dann noch einzelne Farmen und schließlich die reine Natur.

 

Zum Te Rerenga Wairua oder Cape Reinga sind es noch einmal 100 Kilometer, wenn man Kaitaia als letzten größeren Ort verlassen hat. Dort treffen Tasmansee und Südpazifik mit schäumenden Wellen aufeinander. Der Maori Name bedeutet „Zuflucht der Seelen“ und ist der Ort, an dem die Seelen der Verstorbenen nach ihrem Weg entlang der Küste hinunter in den Ozean tauchen, um dann die höchste Insel der Manawhatawhi (Three Kings Islands) hinaufzusteigen und nach einem letzten Lebewohl zu ihren Vorfahren nach Hawaiki zurückzukehren.

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Te Rerenga Wairua – Cape Reinga (Foto: N.N.)

An der Westseite der Aupori Peninsula erstreckt sich der Ninety Mile Beach, der zum offiziellen Straßennetz Neuseelands gehört – wie übrigens auch der Ripiro Beach ca. 200 Kilometer weiter südlich. Ohne Allradantrieb ist diese „Straße“ allerdings lieber nicht zu befahren – und für uns Europäer ist das Konzept Autofahren am Strand ja auch eher ungewohnt………

Der Ninety Mile Beach trifft weit im Norden der Halbinsel auf den Te Paki Stream und die Te Paki Giant Dunes – und gigantisch sind diese Dünen in der Tat. Von oben gibt es einen schönen Ausblick, und wer sich traut, kann bäuchlings auf einem Brett hinuntersausen. Wir haben uns mit dem Ausblick vergnügt und auf das Sandboarding verzichtet.

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Te Paki Sanddünen (Foto: Helga Ehrecke)

Auf dem Weg nach Auckland haben wir dann auch endlich die wunderbaren Kauri-Bäume gesehen. Südlich des Hokianga Harbour erstreckt sich der Waipoua Kauri Forest, in denen die ältesten und mächtigsten Kauris Neuseelands stehen. Auch ein „junger“ Kauri von vielleicht nur 400 Jahren ist ein ehrfurchtgebietendes Gewächs, doch die uralten Riesen Tane Mahuta (Herr des Waldes) und Te Matua Ngahere (Vater des Waldes) haben Dimensionen, wie wir sie vorher noch nie gesehen haben.

Tane Mahuta ist 51,5 Meter hoch, die Krone beginnt bei rund 18 Metern, und der Stammumfang beträgt 13,8 Meter. Sein Alter wird auf rund 2000 Jahre geschätzt.

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Tane Mahuta, Waipoua Kauri Forest (Foto: Michael Kleinert)

Te Matua Ngahere ist zwar mit 30 Metern lange nicht so hoch, dafür bei einem Umfang von 16,4 Metern umso mächtiger.

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Te Matua Ngahere, Waipoua Kauri Forest (Foto: Helga Ehrecke)

Beide Bäume, wie auch viele andere, spielen eine große Rolle in der Mythologie der Maori. Der Spaziergang durch diesen mächtigen Wald hat uns die Magie dieser Bäume spüren lassen.

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