Routeburn Track

So lange geplant und auf einmal waren wir in Queenstown und die mit Spannung erwarteten drei Tage Routeburn Track lagen direkt vor uns. Doch zunächst hat uns Queenstown mit heftigem Regen empfangen, so dass wir von der Stadt und der Gegend am Sonntagnachmittag nicht viel gesehen haben. Aber egal, wir hatten ja zu tun: Tickets für den Track abholen, Ausrüstung leihen, letzte Einkäufe machen. Außerdem haben wir uns gesagt: lieber heute Regen, als in den nächsten drei Tagen……..und wir können vorweg nehmen, es hat geklappt!!! Trotz schlechter Prognosen hatten wir keinen Tropfen Regen, der kam erst wieder am Donnerstag……..


Der Routeburn Track

….ist einer der neun „Great Walks“ in Neuseeland. Diese als besonders schön erachteten mehrtägigen Wanderwege werden vom Department of Conservation in besonderem Maß instand gehalten und auch überwacht. Die Hütten haben einen hohen Standard (Matratzen, fließendes Wasser, Toiletten und Kochstellen), und es ist auch immer ein Ranger da, der am Abend beim „Hut Talk“ Infos zur Hütte, zum Track und zum Wetter sowie über Landschaft und Geschichte gibt.

Für uns hieß das: zusätzlich zu Kleidung und Zahnbürste mussten auch noch Schlafsack, Kochgeschirr und Proviant für drei Tage mit in den Rucksack.

Der Routeburn Track ist insgesamt 32 km lang, die meisten -so auch wir- legen die Strecke in drei Tagen mit zwei Übernachtungen zurück. Der Weg überbrückt insgesamt 800 Höhenmeter und führt durch Regenwald bis in alpines Gelände oberhalb der Baumgrenze.

Tag 1: Routeburn Shelter bis Routeburn Falls Hut (8,8 km, ca. 500 Höhenmeter)

Durch Regenwald steigt  der Weg zunächst moderat in die Höhe, vorbei an Bergbächen, -flüssen und Wasserfällen, über Hängebrücken bis in eine malerische Hochebene, ein grasbewachsenes Tal, durch den sich der Route Burn windet. Auf den letzten zwei Kilometern bis zur Routeburn Falls Hut wird der Weg steil und zum Ende des ersten Wandertages kamen wir noch einmal ordentlich ins Schwitzen. Die Hütte liegt direkt an den Routeburn Falls mit einem wunderbaren Blick in das Tal. Bei schönstem Sonnenschein haben wir den Nachmittag auf den Felsen am Wasserfall genossen.

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Blick ins Routeburn Valley (Foto: Helga Ehrecke)

 

Tag 2: Routeburn Falls Hut bis Lake Mackenzie Hut (11,3 km, ca. 250 m Aufstieg und 300 m Abstieg)

Der zweite Tag hat uns mit Nebel begrüßt, der uns fast den ganzen Aufstieg zum Harris Saddle, dem höchsten Punkt des Tracks (1255 m ü. NN), begleitet hat. Doch plötzlich, am Lake Harris, lichtete sich der Nebel in Minutenschnelle, um dann auch ebenso schnell wiederzukehren und wieder zu entschwinden……..fantastisch, die Bilder geben vielleicht einen kleinen Eindruck davon.

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Routeburn Track (Foto: Michael Kleinert)
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Lake Harris, Routeburn Track (Foto: Michael Kleinert)

Am Harris Saddle angekommen, war im nächsten Tal, dem Hollyford Valley, nichts von Nebel zu sehen. Der Weg führt ab hier oberhalb der Baumgrenze am Hollyford Valley entlang, der Ausblick auf die gegenüberliegenden Darran Mountains und in das Tal war auch wieder wunderschön.

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Harris Saddle, Routeburn Track (Foto: Michael Kleinert)

Der Abstieg zum Lake Mackenzie geht dann über einen steinigen, zum Teil recht steilen Weg durch den „Fairy Glen“, einen verwunschenen Regenwald mit Moos und Flechten an den Bäumen. Und der erste Blick auf den See hat uns erneut zum Staunen gebracht.

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Lake Mackenzie (Foto: Helga Ehrecke)

 

Tag 3: Lake Mackenzie Hut bis The Divide (12 km, 300 m Abstieg)

Schon der letzte Tag! Der Blick aus dem Fenster hat auch beflügelt; denn entgegen den Erwartungen war das Wetter schön, sogar blauer Himmel war zu sehen. Dementsprechend schienen auch fast alle um 6 Uhr morgens schon auf den Beinen zu sein.

Die letzte Etappe ist die längste, zumal es auch noch den lohnenden zusätzlichen Aufstieg zum Key Summit gibt, der in den Kilometern nicht berücksichtigt ist. Also haben wir uns auch zeitig auf den Weg gemacht, der erst einmal wieder durch Wald aufwärts geht, bis er dann wieder einige Kilometer oberhalb der Baumgrenze weiterführt. Und es wird nie langweilig! Wir hatten das Gefühl, dass es nach jeder Biegung wieder etwas Neues zu sehen und staunen gibt, ein Ausblick, ein schöner Landschaftsabschnitt, ein Wasserfall…….

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Blick auf die Darran Mountains, Routeburn Track (Foto: unbekannt / Michael Kleinert)

 

Nach einer kurzen Rast an der Lake Howden Hut sind wir dann zum Key Summit gewandert, einem alpinen Sumpfgebiet oberhalb der Baumgrenze mit faszinierender Vegetation und -wieder- tollen Ausblicken.

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Key Summit (Foto: Michael Kleinert)

 

Am frühen Mittwoch nachmittag haben wir dann den Parkplatz an The Divide erreicht, etwas kaputt, aber mit dem wunderbaren Gefühl, etwas sehr Schönes erlebt zu haben!

 

2 Kommentare zu „Routeburn Track“

  1. Letzte Grüße aus Australien. Unser Urlaub geht morgen zu Ende und wir fahren mit tollen Eindrücken nach Hause. Wir wünschen Euch auf Eurer Tour noch viele erlebnisreiche Tage.
    LG Sabine und Volker

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