Entlang der Südküste von New South Wales

Die Reise an der Küste entlang hat uns wieder täglich über die wunderbare Landschaft staunen lassen.

Ein Strand reiht sich an die nächste verträumte Bucht, entweder direkt an den kleinen Örtchen, die sich die Küste entlang ziehen oder nach einer Fahrt oder einer Wanderung durch die Küstenwälder. Einer schöner als der andere – und alle nahezu menschenleer. Der Pazifik brandet auch bei schönem Wetter mit uns bisher unbekannter Kraft an die Küste, die Wellen sind beeindruckend, das Wasser blau-türkis und das Baden wird so zu einem besonderen Erlebnis. Das Hinterland – besonders an der Sapphire Coast zwischen Bermagui und Eden – erstreckt sich in sanften Hügeln, auf denen Rinder und Schafe grasen, im Hintergrund bewaldete Berge – man könnte meinen, man ist im Voralpenland.

Nach der Hitze, die wir im Outback erlebt haben, hatten wir hier angenehme 20 bis 25 Grad, der Wind war sogar bisweilen recht kühl, doch die Sonne brannte auch hier sehr intensiv.

Übernachtet haben wir in Wollongong (ein kleiner Wochenendabstecher, bevor wir in die Blue Mountains gefahren sind), Mollymook bei Ulladulla und Tura Beach bei Merimbula. Von dort aus haben wir jeweils Ausflüge oder Wanderungen unternommen und haben auch auf der Fahrt so einige Stopps eingelegt. Hier sind ein paar Eindrücke:

Die Hauptattraktion des kleinen Badeortes Kiama ist das Blowhole, eine Felsspalte, durch die das Wasser bei passender Windrichtung und Brandung bis zu 60m in die Höhe schießt.

Jervis Bay hat den weißesten Strand der Welt – so heißt es. Wir können nur bestätigen, dass der Sand wirklich sehr weiß und die Strände traumhaft sind.

Im angrenzenden Booderee National Park haben wir eine schöne Wanderung durch den Eukalyptuswald zum einsamen Steamers Beach gemacht. Leider hat hier das Wetter nicht ganz mitgespielt und wir brauchten tatsächlich unsere Regenjacken!

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in Narooma (Foto: Helga Ehrecke)

Narooma, was für eine traumhafte Lage! Ruhige Buchten, ein Inlet (ein Meeresarm, der im Inland einen See bildet), türkisfarbenes Wasser, Wälder im Hintergrund. Wir konnten nicht widerstehen und mussten noch ein Bad an dem Strand nehmen, den ihr oben sehen könnt.

In Tathra hat uns das kleine Museum in der historischen Wharf sehr beeindruckt. Es ist die einzige hölzerne Kaianlage, die in Australien so restauriert und erhalten wurde. Im Wesentlichen das Ergebnis von ehrenamtlichem Engagement von den 1970ern bis heute. Der Eintritt war mit nur 2$ pro Person vergleichsweise geschenkt, und das ältere Ehepaar, das gerade „Dienst“ hatte, hat alles liebevoll erklärt und war -wie so viele Australier- auch einem Schwätzchen nicht abgeneigt.

Eden hat wie alle anderen Orte auch schöne Strände und ist an der Twofold Bay, einem natürlichen Tiefwasserhafen, sehr idyllisch gelegen. Der Hafen indes war der Grund, warum Eden bis ca. 1930 ein Zentrum des Walfangs war. Das Killer Whale Museum zeigt die örtliche Geschichte des Walfangs sehr detailliert. Ausgestellt ist unter anderem das Skelett des Orcas „Old Tom“, der damals über mehrere Jahrzehnte hinweg mit einer Gruppe von Orcas die Walfänger unterstützt hat. Sie haben die großen Wale in Zusammenarbeit verschiedener Verbünde in die Bucht getrieben und dann die Walfänger „benachrichtigt“. Dafür haben die Walfänger ihnen ihren Anteil, die Lippen und Zunge der gefangenen Wale, überlassen, bevor sie den Kadaver in den Hafen schleppten.

Auch ein paar Tieren sind wir begegnet…………

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bei Tilba Tilba (Foto: Helga Ehrecke)

 

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